JÜCHENER SCHÜLER PUTZEN STOLPERSTEINE

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Schon 1000 Mal daran vorbei gelaufen und noch noch nie gesehen… So ging es auch den Schülerinnen und Schülern der 9d. Obwohl der alte jüdische Friedhof in der Alleestraße, der ehemaligen Standort der Synagoge in der Wilhelmstraße oder die „Stolpersteine“ an verschiedenen Stellen im Zentrum Jüchens auf den täglichen Wegen der Jugendlichen liegen, sind diese Orte bisher noch nicht richtig zur Kenntnis genommen worden.

Durch das Projekt „Spuren jüdischen Lebens in Jüchen und Umgebung“ hat sich das nun geändert. Die Lernenden haben sich im Unterricht vertieft mit der Geschichte jüdischer Jüchener wie etwa den Falkensteins auseinandergesetzt und ihr Schicksal im 20. Jahrhundert untersucht und dokumentiert.

Bei einem Unterrichtsgang haben die Schülerinnen und Schüler und Synagoge und Friedhof besucht und Inschriften entziffert. In Gruppen haben sie danach die Stolpersteine aufgesucht, die an den letzten freiwilligen Wohnorten der Jüchener Juden verlegt wurden, bevor sie vor den Nazis fliehen mussten oder deportiert wurden. Mit Metallpolitur und Schwämmen wurden die Messingsteine wieder zum Glänzen gebracht. Besonders sauer waren die Schüler, dass Steine sogar mit Kaugummi verklebt waren.

Einige Jugendliche haben sich in den Folgetagen selber auf den Weg gemacht und haben weitere Orte , wie z.B. den jüdischen Friedhof in Hochneukirch besucht und davon im Unterricht berichtet.

Durch die Aktion wurden nicht nur die Stolpersteine aufpoliert, sondern auch die Erinnerung an die verfolgten Juden aus Jüchen aufrecht gehalten.

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