„Lernen auf Distanz“ – Gesamtschule Jüchen hat einen Plan B

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    Digitalisierung und Konzept der Lernbüros an der Gesamtschule Jüchen

machen sich in Zeiten der Corona-Pandemie bezahlt

Die Gesamtschule Jüchen ist für den geforderten Regelbetrieb bereit.

Den Herausforderungen bei den Vorbereitungen auf das neue Corona-Schuljahr 20/21 konnte die Gesamtschule Jüchen auf die seit Gründung der Schule ins Zentrum der Schulentwicklung gestellte Digitalisierung und den seit den Anfängen der Corona-Pandemie im März 2020 gemachten Erfahrung aufbauen.

Die Gesamtschule hat nicht nur einen Plan B, sondern auch einen Plan C und D! Wir können den verschiedenen Szenarien in Form eines Stufenplans angemessen begegnen.

Allen Plänen ist gemein, dass der reguläre Stundenplan auch im Hinblick auf die unterschiedlichen Szenarien der weiteren Entwicklungen der Corona-Pandemie erhalten werden soll.

Der Unterricht nach Stundenplan soll auch bei einem erneuten „lockdown“ erhalten bleiben.

Es uns sehr wichtig, dass Schülern und Eltern bei allen notwendigen Einschränkungen eine tägliche Lernroutine erhalten bleibt. Es muss das Ziel sein, über Kontinuität und Präsenz über die Distanz hinweg ein Gefühl der Zugehörigkeit und Bindung zur Schule zu erhalten.

Die Pandemie-Pläne sehen vor, dass die Schüler über die ausgebauten Lern- und Kommunikationssysteme moodle, webuntis, bigbluebotton, schul.cloud und logineoNRW webbasiert unterrichtet werden.

Bei den Plänen der Schule sind die verschiedensten Szenarien in Betracht gezogen worden, z.B. dass nur einzelne Schüler, Teile von Klassen oder ganze Jahrgänge ins Homeschooling gehen müssen. Es gibt auch Pläne für „hybriden“ Unterricht, falls wieder nur eine begrenzte Anzahl von Schülern aufgrund der Abstandsregeln in die Schule dürfen. Hier soll dann für die Schüler im Wochenwechsel „Lernen auf Distanz“ mit Präsenzunterricht stattfinden. Die Schulleitung wird weiterhin die Entwicklung von blended-learning Konzepten in allen Unterrichten über die augenblickliche Corona-Phase hinaus vorantreiben.

Die Planungen starteten bereits vor den Sommerferien und zeigen erste Früchte.

Hierfür hat die Schule bereits vor den Sommerferien eine neue technische Ausstattung für die Klassenräume entwickelt und die Stadt Jüchen davon überzeugt, zwei Muster-Klassenräume in der Gesamtschule Jüchen mit einer Video-/Audio- Streamingtechnik auszustatten.

Diese Ausstattung erlaubt es nun Schüler im Homeschooling aus dem Klassenraum heraus am Unterrichtsgeschehen teilhaben zu lassen, so dass bestenfalls alle Schüler einer Klasse gleichzeitig ob zuhause oder im Klassenraum am Unterricht gleichzeitig teilnehmen können.

Nach erfolgreicher Installation und überzeugender Präsentation der Technik für Eltern und Stadt in den Sommerferien prüft die Stadt Jüchen Möglichkeiten, weitere Klassenräume mit dieser Technik aus Mitteln des Digitalpakts auszustatten.

Endgeräte für bedürftige Schüler

Die gute Zusammenarbeit zwischen Gesamtschule und Stadt Jüchen macht sich auch bezahlt bei der Umsetzung der Hygienevorschriften und der aufgelegten Sofortausstattungsprogrammen des Digitalpakts. Das von der Stadt Jüchen in die Gesamtschule Jüchen gesetzte Vertrauen bei der Entwicklung von Technologie zur Digitalisierung von Verwaltung, Kommunikation und Unterricht hat zumeist Pilotcharakter und wird nach erfolgreicher Testung auch den anderen Jüchener Schulen angeboten.

Welter ist zuversichtlich, dass die Mittel der Sofortprogramme für Schüler-Endgeräte gezielt zum Ausgleich sozialer Ungleichheiten eingesetzt werden können. Verweist aber darauf, dass zum einen die Geräte wegen der Lieferschwierigkeiten die Schule wohl erst zum Jahresende erreichen werden und zum anderen damit lediglich soziale Härten aufgefangen werden können. Die Schule halte grundsätzlich an dem Konzept von BYOD (bring your own device) fest, d.h. die Schüler arbeiten mit ihren privaten Endgeräten.

Auch wenn bei uns viele der Maßnahmen der Landesregierung in Sachen Digitalisierung bereits längst umgesetzt sind, freuen wir uns über die Bestätigung unseres vor drei Jahren eingeschlagenen Weges.

Konzept der Lernbüros erfolgreich

Es zahlt sich nun aus, dass die Gesamtschule Jüchen an Ihrem Konzept der Lernbüros festgehalten hat. Wir sind fest entschlossen dieses erfolgreiche Konzept, das immer mehr Anhänger findet, weiterzuentwickeln.

Lernen auf Distanz setzt die Fähigkeit und Bereitschaft des eigenverantwortlichen Lernens voraus – das ist erklärtes Ziel des didaktischen Konzepts der Lernbüros.

Die Kompetenz zum selbstständigen Lernen ist neben den technischen Möglichkeiten und der digitalen Lehrerkompetenz ein wichtiger Baustein eines erfolgreichen „Lernen auf Distanz“. Diese Bausteine sind an der Gesamtschule Jüchen seit Jahren systematisch aufgebaut worden, was sich nun in Zeiten der Krise und des Handelns bezahlt macht.

Ausbau der Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern

Kooperation mit der Montag-Stiftung.

Seit diesem Schuljahr ist die Montag-Stiftung ein neuer starker Kooperationspartner der Gesamtschule Jüchen. Zusammen entwickeln diese nun in einem landesweiten Pilotprojekt eine Software/App für ein digitales Schüler-Lerntagebuch, dass die Arbeit im Lernbüro passgenau ergänzt. Wie bei vielen digitalen Neuerungen in Kommunikation, Unterricht und Verwaltung wird auch dieses Projekt in der IT-Profil-Klasse ausprobiert, um dann später nach der erforderliche Reife auch in weiteren Klassen eingesetzt zu werden.

Wir sind stolz mit der Montag-Stiftung einen neuen, starken Partner gewonnen zu haben, der uns hilft, passgenau einen wichtigen Baustein unseres Konzepts der Förderung des selbständigen Lernens weiter zu entwickeln und zu digitalisieren.“ 

Angesichts dieser Entwicklungen und den Erfahrungen sieht die Schulleitung – mit dem gebotenen Respekt und angebrachten Vorsicht – zuversichtlich in den Start des sicherlich außergewöhnlichen und spannenden Schuljahres 2020/2021.

Gez. WEL/SCH

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