
Wie können Jugendliche in Jüchen mehr mitbestimmen? Mit dieser Frage haben wir uns als Schülervertretung (SV) der Gesamtschule Jüchen am Dienstag, den 13. Oktober, erneut mit der Politik auseinandergesetzt und sind unserem Ziel einen wichtigen Schritt nähergekommen.
Bei einem Treffen mit den Vorsitzenden der Ratsfraktionen, am 13.10.26, haben wir unsere Ideen für eine Jugendkonferenz in Jüchen vorgestellt und über die nächsten Schritte gesprochen. Besonders stolz sind wir darauf, dass Juna Cremanns, Jan Sefuk, Anais Schuler und Dustin Otten das Treffen eigenständig geleitet haben. Sie führten durch die Tagesordnung, präsentierten unsere bisherige Arbeit und moderierten den Austausch mit den politischen Vertreterinnen und Vertretern.
Mit dabei waren Justin Krönauer und Stefan Justen (CDU), Norbert John (SPD), Konrad Thelen (FDP) sowie Frau Müller aus dem Schulausschuss.
Das wichtigste Ergebnis des Treffens: Die Jugendkonferenz soll auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung des Schulausschusses am 23. November 2026 gesetzt werden. Dort soll über unseren Vorschlag abgestimmt werden. Für uns ist das ein großer Erfolg. Auch, weil hinter diesem Schritt viel Arbeit und Ausdauer stecken.
Die Idee einer Jugendkonferenz entstand bereits im Juli 2025 bei einer Podiumsdiskussion mit Vertreterinnen und Vertretern der Jüchener Politik. Seitdem haben wir als SV kontinuierlich daran gearbeitet, aus dieser Idee ein konkretes Vorhaben zu machen.
Um herauszufinden, was junge Menschen in Jüchen bewegt und was sie sich für ihre Stadt wünschen, haben wir eine schulweite Umfrage durchgeführt. Insgesamt 604 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 5 bis Q1 haben teilgenommen. 81 % der Befragten wohnen in Jüchen. Die Ergebnisse zeigten deutlich, dass viele Jugendliche Ideen für ihre Stadt haben und sich mehr Möglichkeiten wünschen, diese einzubringen.
Auf Grundlage der Umfrage haben wir ein Konzept für eine Jugendkonferenz entwickelt. Dieses haben wir Bürgermeister Philipp Sieben übergeben und den Fraktionen zur Verfügung gestellt. Auch unsere Schulkonferenz unterstützt die Initiative.
„Wir wollten nicht, dass die Idee einer Jugendkonferenz einfach wieder in Vergessenheit gerät. Deshalb haben wir immer weiter daran gearbeitet, die Schülerinnen und Schüler befragt, ein Konzept entwickelt und das Gespräch mit der Politik gesucht. Dass jetzt im Schulausschuss darüber abgestimmt werden soll, ist für uns ein großer Erfolg. Wir hoffen, dass Jugendliche in Jüchen dadurch in Zukunft mehr mitbestimmen können.“ erklärt Dustin Otten aus der 10e.
Noch ist die Jugendkonferenz nicht vollends beschlossen. Die bevorstehende Abstimmung ist aber ein wichtiger nächster Schritt. Wir hoffen, dass unser Einsatz erfolgreich ist und Jugendliche in Jüchen künftig eine stärkere Stimme bekommen.
Denn wir finden: Entscheidungen, die unsere Stadt und unsere Zukunft betreffen, sollten nicht ohne uns getroffen werden. Wir haben Ideen, Wünsche und konkrete Vorschläge und wir sind bereit, Verantwortung zu übernehmen und uns für ihre Umsetzung einzusetzen.
Wir bleiben dran!
Eure Schülervertretung der Gesamtschule Jüchen
